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Einleitung (2)

 Wegen seines Ausdrucks und der besonderen Beziehung zum Publikum, kann Ortaoyunu als nicht-illusionistisch bezeichnet werden. Der Schauspieler verliert seine Identität nicht. Er zeigt, dass ihm die Anwesenheit des Publikums bewusst ist. Das Publikum nimmt ihn als Schauspieler wahr, nicht als Rollencharakter. Der Spielraum ist nicht vom Publikum getrennt weder durch eine Linie noch durch eine unsichtbare vierte Wand. Das Spiel wird auf einem runden Platz aufgeführt fast ohne szenische Ortsangaben. Der komische Charakter des Spiels zerstört manchmal konventionelle dramatische Regeln. Ortaoyunu (sowie das Schattentheater Karagöz und Geschichtenerzählen Meddah) hat keine Handlung im aristotelischen Sinn. Es hat, um die jetzige Fachsprache zu benutzen, eine "offene Form". Es sind lockere, epische Strukturen, die nicht zwingend die ständige Aufmerksamkeit des Publikums erfordern. Jede Episode ist unabhängig; folglich können in verschiedenen Aufführungen Episoden vertauscht werden, zusätzlich eingefügt oder entfernt werden je nach Reaktion des Publikums ohne die generelle Linie zu verlieren.

 Die zweite populäre Theatertradition ist die der dramatischen Geschichte, erzählt von einem einzelnen Sprecher, Meddah genannt (wörtlich, Lobgeber oder panegyrist). Der Sprecher ist ein raffinierter Darsteller, der Charaktere mit passenden Gebärden, Stimmenmodulation und Dialekten herstellt.

 Das dritte populäre Theater ist das Puppenspiel (Puppe oder Marionette) und das Schattentheater (Karagöz).

 3. Die höfische Theatertradition.

 Ungleich anderer asiatischer Länder, hat die Türkei keine individualisierte und zu unterscheidende Hoftheatertradition entwickelt. Bis zur verwestlichten Periode hat das Hoftheater einfach populäres Theater (Volkstheater) nachgeahmt. Den gewöhnlichen Entertainer, mittelalterlichen Herrschern zugeordnet, gab es in ganz Anatolien. Die Höfe hielten sich Ensembles, Tänzer, Schauspieler, Erzähler, Clowns, Puppenmeister und Zauberer. Sie spielten für die Aristokratie, weil sie selbst verfeinert und literarisch gebildet waren. Doch der Hof hat szenische Unterhaltung auch außerhalb des Palastes gestützt. Die Geburt eines Prinzen oder seine Beschneidung, eine höfische Hochzeit, der Antritt eines neuen Herrschers, Triumph in einem Krieg, Abfahrt zu einem neuen Eroberungsfeldzug, Ankunft eines willkommenen ausländischen Botschafters oder Gasts, waren Gelegenheiten für öffentliche Feste, die manches mal vierzig Tage und Nächte dauerten. Sie haben dem doppelten Sinn gedient, die Höflinge und das Publikum zu unterhalten und die Welt durch das Ausstellen der Pracht zu beeindrucken. Die Festlichkeiten haben nicht nur Prozessionen, Lichtspiele, Feuerwerke, Reiterspiele und Jagd, sondern auch Tanzen, Musik, poetische Rezitationen, Aufführungen, Jongleure, Scharlatane und Clowns mit eingeschlossen. Festzüge wurden mit prunkvollen Wagen oder mit einfachen Wagen mit segeltuchüberdachten Plattformen durchgeführt. Auf jedem Wagen zeigte eine Zunftgruppe oder Gilde Szenen, die sich mit ihrem Handel oder anderen Charakteristika ihres Berufes befassten. Die künstlerische Kraft, die von den Türken bei solchen Anlässen unter Beweis gestellt wurde, wurde durch den freien Austausch zwischen all den Klassen erreicht, die die Basis der türkischen Gesellschaft bildeten. Mit den westlichen Einflüssen zu Beginn des 19. Jahrhunderts, fingen die Sultane an Theater in ihren Palästen zu errichten. Sultan Abdulmecit hat 1858 ein Theater neben dem Dolmabahce Palast bauen lassen, und Abdulhamit hat 1889 ein Theater in seinem Yildiz Palast bauen lassen. Dieses letzte Gebäude hat überlebt. In diesen Theatern gab es Schauspiel- und Opernaufführungen, von professionellen Künstlern sowie Amateuren. 1909 wurde Abdulhamit entthront und das Palasttheater wurde nach wenigen Aufführungen geschlossen.

 4. Die westliche Theatertradition.

 Die Entwicklung türkischer westlicher Tradition ist relativ neu und kann ungefähr in drei Perioden eingeteilt werden, Phasen die nicht nur durch künstlerische Entwicklung bestimmt wurden, sondern auch durch politische Veränderungen: (A) Die erste, von 1839 zu 1908 die Tanzimat und die Ystibdat Periode, die Periode der "Reorganisation"; (B) Die zweite ist von 1908 zu 1923, die Periode der Revolution von 1908 und (c) Die dritte von 1923 bis zum heutigen Tag kann die republikanische Periode genannt werden.

*Freie Übersetzung nach *Traditional Turkish Shadow Theatre von Metin And

Karagoz show
Ein von meinen Spielen. Jeder tanzt mit Karagoz

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